Hunde
Herzerkrankungen bei Hund und Katze sind keine Seltenheit.
Neben den angeborenen Herzerkrankungen kennen wir verschiedene erworbene degenerative Krankheiten
des Herzens.
So hat z.B. jeder 10. Hund ein Herzproblem. Bei älteren Hunden über 7 Jahren ist im
Durchschnitt jeder 4. betroffen. Kleinere Hunde (unter 20kg) erkranken häufig an veränderten Herzklappen.
Diese Klappen schließen dann unvollständig und bei jedem Herzstoß fließt ein Teil des Blutes in die
falsche Richtung.
Bei größeren Hunden (über 20kg) läßt oft die Muskelkraft des Herzens nach.
Die Folgen sind für den Körper vergleichbar: Die Herzleistung läßt nach.
Dadurch werden Muskeln und Organe schlechter durchblutet und schlechter mit Sauerstoff versorgt.
Dies macht sich vor allem bei körperlicher Anstrengung bemerkbar.
Der Hund ist nicht mehr so belastbar wie früher, schläft mehr und wirkt müder.
Manchmal ist auch ein trockener Husten zu hören oder der Hund kommt schneller aus der Puste
und hechelt schneller als früher. Das kranke Herz muß aber immer mehr arbeiten. Die zunehmende
Überlastung führt zu immer weiteren Schäden am Herzen.
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Katzen
Bei Katzen findet man als häufigste Herzerkrankung eine bei bestimmten Rassen
nachgewiesenermaßen angeborene Herzmuskelerkrankung (HCM).
Dabei kommt es durch übermäßige Dickenzunahme des Herzmuskels (Hypertrophie)zu
Verringerung des Kammervolumens . Dies kann zu fatalen Erscheinungen (Turbulenzen, SAM)
beim Blutausstoß in die Aorta führen. Diese Tiere sind ebenfalls zunehmend müde zeigen
mitunter Maulatmung und kollabieren nach Anstrengung.
Eine gründliche Herzuntersuchung mit nachfolgend exakt gestellter Diagnose kann diesen Tieren
oft mit einfachen Mitteln wirksam helfen.
Zu dieser Untersuchung gehört ein gründliches Abhören (Auskultation) des Tieres-
Darüber hinaus aber meistens ein EKG um Rhythmusstörungen zu erkennen, eine Röntgenuntersuchung
um die Silhouette des Herzens im Brustkorb (Formveränderungen) und die Lunge (z.B. Lungenödem)
beurteilen zu können, sowie eine Herzultraschalluntersuchung ,um Herzmuskel, Klappen , Aorta,
Lungenarterien, und den Blutfluß vermessen und beurteilen zu können. Des weiteren liefert
die oszillometrische Blutdruckmessung sowie die Bestimmung bestimmter herzmuskelspezifischer
Blutwerte wichtige Hinweise für das Vorliegen einer Herzerkrankung.
Diese Untersuchungen führen wir in unserer Klinik durch.
Für eine dauerhaft erfolgreiche Herztherapie ist
unbedingt die enge Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Tierhalter erforderlich.
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